Renate Kaschmieder, Mezzosopran
Die gebürtige Straubingerin Renate Kaschmieder begann ihre Gesangsausbildung am Nürnberger Meistersingerkonservatorium und entwickelte sich schon während des Studiums zu einer gefragten Altistin im Oratorienfach. Mit dem Konzertexamen und als erste Preisträgerin des Nürnberger Dr.Drexel Wettbewerbs schloß sie dort ihr Studium ab.
Es folgten Meisterkurse bei Julia Hamari, Hans Hotter, Brigitte Fassbaender und Anna Reynolds. Weitere Studien führten sie zu Norma Lerer und Emmy Lisken-Seiltgen.
Die Sängerin konzertiert seit 1988 mit dem Gitarristen Uwe Stein und der Tänzerin Manuela Zambrana im Trio Esperanza, sowie den Pianisten Denette Whitter, Jeanpierre Faber, Florian Kaplick u.a. Mit diesen Künstlern gestaltet sie äußerst reizvolle Liedprogramme quer durch die Jahrhunderte. Sie ist Gründungsmitglied des Neruda-Quartetts, das neue dramatisch musikalische Akzente in Vertonungen von Gedichten des chilenischen Nobelpreisträgers setzt.
Ihr Operndebut gab sie 1989 als 3. Dame in der Zauberflöte auf der Bühne der Bad Hersfelder Stiftsruine bei den dortigen Opernfestspielen. Für diese Rolle erhielt sie 1989 und abermals 2000 mit ihren Kolleginnen den Ensemblepreis. Überzeugend verkörperte sie in Hersfeld auch die Mercedes in Bizets Carmen, Verdis Fenena (Nabucco) und Ines (Troubadour). Ebenso war sie als Orlofsky (Fledermaus) in Eutin, Schwerin und Passau, als Marcellina (Figaros Hochzeit) in Passau sowie als Maddalena (Rigoletto) in szenischen oder konzertanten Opernproduktionen zu sehen. Renate Kaschmieder arbeitete mit den Dirigenten Peter Falk (Rundfunkorchester des SWF), Vladimir Valek (Rundfunksinfonieorchester Prag), Roderich Kreile (Dresdner Kreuzchor) u.a. zusammen.
Das besondere Timbre ihrer Stimme, gepaart mit starker Ausdruckskraft ließen sie bald auch im Ausland große Aufgaben im Oratorienfach übernehmen. So hat sie mit großem Erfolg Verdis Requiem in Belgien sowie Bachs
h-moll Messe in Tschechien und Polen (Chanterelle Festival) gesungen. Im Berner Münster gestaltete sie eindringliche Aufführungen von Bachs Johannes-Passion mit der Camerata Bern und dem Weihnachtsoratorium mit dem Collegium Musicum Luzern. In der Saison 2006/07 folgte eine Tournee durch Belgien und die Niederlande mit Beethovens 9. Symphonie (Orkest der Lage Landen, Ltg. Walter Proost).
Renate Kaschmieder wurde 2005 zu einer Aufführung der h-moll Messe nach Tokio eingeladen und sang dort wieder im Dezember 2007 mit der Choral Arts Society of Tokyo die Matthäuspassion von Bach.
Zahlreiche Konzertmitschnitte der Künstlerin wurden auf CD und vom Bayerischen Rundfunk dokumentiert, u.a. ein Konzert der Internationalen Orgelwoche Nürnberg ION und die Neruda-Lieder von Roland Schmidt (2007).